Der Nachfolge-Newsletter
00:00:00: Der Sinn des Lebens, Teil eins.
00:00:04: Vom Betrachten zum Hineinbeißen Nimm ein Orange, halte sie fest.
00:00:11: Spür das Gewicht in der Hand Die geriffelte Haut unter den Fingern Den leichten Widerstand Wenn du sie drückst.
00:00:19: Würde ich dich fragen Könntest Du mir jetzt Einiges über die Orange sagen Ihre Farbe beschreiben Das Gewicht abschätzen Über die Struktur der Schale erzählen?
00:00:31: Aber könntest du jemandem, der noch nie eine Orange gegessen hat, ihren Geschmack erklären?
00:00:38: Nein.
00:00:39: Denn Du kennst nur die Schale und die Scharle ist nicht die Orange!
00:00:45: Ich denke manchmal genauso gehen viele von uns mit der Frage nach dem Sinn des Lebens um.
00:00:52: Wir halten sie in den Händen wie diese Orange.
00:00:56: Wir drehen sich hin und her, betrachten Sie von allen Seiten – wir reden über sie Lesen darüber, nicken bei klugen Zitaten.
00:01:05: Aber wir bleiben bei der Schale!
00:01:09: Dabei liegt der Geschmack das Wertvolle – Der Sinn im Inneren.
00:01:17: Du kannst eine Orange ewig betrachten.
00:01:19: Ihren Geschmacks kennst du erst wenn du hineinbeißt.
00:01:24: Mit dem Sinn des Lebens ist es genau so.
00:01:28: aber wie beisst man in das Leben?
00:01:31: Nun Was dich ganz bestimmt weiterbringt, sind diese drei Fragen.
00:01:38: Woher komme ich?
00:01:40: Warum bin ich hier?
00:01:43: Wohin gehe ich?
00:01:46: Hast du Antworten?
00:01:48: Ich hatte keine!
00:01:50: Lange Zeit waren das für mich nur philosophische Konstrukte die man mit Freunden bespricht wenn die Flasche Wein schon halb leer getrunken ist.
00:02:00: Diese Fragen können allerdings sehr drängend werden, wenn das Leben plötzlich still steht.
00:02:07: Bei mir kam dieser Moment mit Mitte vierzig.
00:02:11: Firma, Haus, Familie eigentlich alles okay.
00:02:14: und trotzdem ich wachte morgens auf und fragte mich wofür ich aufstehen soll?
00:02:23: Nicht weil etwas fehlt sondern weil ich das Gefühl hatte Es kommt nichts mehr, zumindest nichts Gutes.
00:02:32: Das Leben fühlte sich an wie ein Buch in dem die spannendsten Kapitel schon gelesen sind.
00:02:40: Damals in diesen langen Morgenstunden kam ich ins Grübeln.
00:02:45: Wenn das hier alles ist dieser Job dieses Haus diese Routine was bleibt dann noch?
00:02:52: Ich rechnete nach mit Glück noch dreißig fünfunddreißig Jahre.
00:02:58: Aber worauf sollte ich mich freuen?
00:03:00: Auf das erste Zipperlein, die ersten vergessenen Namen.
00:03:07: Damals traf mich die Erkenntnis wie ein kalter Schauer.
00:03:12: Ohne einen Ziel, dass über den eigenen Tod hinausgeht bleibt uns immer nur der Blick zurück.
00:03:23: und weißt du was?
00:03:25: Seitdem sind fünfzehn Jahre vergangen.
00:03:29: Es wird schlimmer.
00:03:31: Meine Erfahrung ist, ab einem gewissen Punkt und je älter du wirst, desto mehr spürst Du dass es für Dich persönlich hier auf dieser Welt nur schlechter werden kann.
00:03:45: Mit dreißig läufst Du einen Marathon mit fünfzig freust Du Dich über schmerzfreies Treppen steigen.
00:03:53: Mit fünfundsechzig hoffst Du das der Arzt nichts Neues findet.
00:03:58: Das ist kein Pessimismus, das ist Biologie.
00:04:03: Und wenn dieses Leben alles ist dann ist jeder Tag ab einem bestimmten Punkt ein kleiner Verlust.
00:04:12: Vielleicht erlebt nicht jeder dass in dieser Deutlichkeit manche erleben es womöglich gar nicht.
00:04:19: aber ich habe dieses Muster oft genug gesehen um zu wissen was da ist.
00:04:27: und die drei Fragen Werden drängender?
00:04:31: Es ist als würde die Erkenntnis der eigenen Endlichkeit eine Tür öffnen zu diesen Fragen, die vorher im Lärm des Alltags untergegangen sind.
00:04:44: Bei mir zumindest war es so!
00:04:47: Aber je länger ich mit diesen Fragen lebte, desto mehr merkte ich sie sind nur die Oberfläche.
00:04:56: Da ist noch etwas anderes, etwas das diese Fragen erst so brennend macht.
00:05:04: Ein Gefühl von leere Sehnsucht?
00:05:08: Ich wusste nicht wie ich es nennen sollte!
00:05:12: Das Verrückte isst.
00:05:14: die Regale sind voll Die Streamingdienste auch Der Kühlschrank sowieso.
00:05:21: Und trotzdem iß da dieser Hunger Nicht im Magen tiefer, ein Hunger nach dem Gefühl Teil von etwas zu sein.
00:05:31: Das größer ist als das eigene Leben.
00:05:35: der Hunger nach Sinn.
00:05:37: Kennst du das?
00:05:39: Dieses leise Ziehen, dass kein Amazon-Paket stillt.
00:05:46: Lange habe ich mich gefragt warum dieser Hunger nicht aufhört, warum nichts reicht.
00:05:53: Gutes Essen, schöne Reisen, voller Terminkalender.
00:05:56: Alles gut!
00:05:58: Aber nichts davon stillt dauerhaft die Lehre, die wirklich hummert.
00:06:06: Dann stieß ich auf einen Gedanken der alles Veränderte nicht auf die unangenehme Art eher wie das Gefühl wenn man plötzlich merkt dass der Raum viel größer ist als man dachte.
00:06:23: Warum verschwindet dieser Hunger nicht, wenn wir bekommen was wir wollen?
00:06:28: Wenn nichts auf dieser Erde ihn stillt.
00:06:31: Nicht erfolgt!
00:06:31: Nicht Beziehungen!
00:06:32: Nicht Geld!
00:06:33: Nicht einmal die besten Erfahrungen!
00:06:36: Dann steht eine Möglichkeit im Raum.
00:06:42: Dieser Hunger ist kein Defekt sondern ein Hinweis darauf dass wir für etwas geschaffen sind das über diese Welt hinausgeht.
00:06:57: Natürlich könnte es auch nur Evolution sein und zur Friedenheit als Überlebensvorteil der Preis für Intelligenz berechtigter Einwand, aber ich lade dich ein auch die andere Möglichkeit ernst zu nehmen!
00:07:14: Und falls du das tust?
00:07:16: Falls du diese Tür auch nur einen Spalt öffnest findest Du in der Bibel eine Antwort.
00:07:24: Die Bibel gibt diesem Hunger einen Namen.
00:07:29: Sie sagt, wir sind nach dem Bild Gottes geschaffen und Gott ist ewig!
00:07:37: Das würde bedeuten etwas in uns ist vom ewigen abgeleitet.
00:07:44: Der Hunger wäre dann nicht das Problem sondern der Kompass.
00:07:49: Stell dir vor, dass stimmt….
00:07:53: Dann sind diese siebzig-achtzig Jahre auf der Erde nicht die ganze Geschichte.
00:07:59: Dann ist das hier nur das erste Kapitel eines Buches, dass nie aufhört!
00:08:06: Dann sind deine Fehler nicht das letzte Wort.
00:08:10: und dann hat dieser ungestillte Hunger plötzlich einen Namen.
00:08:16: Er isst die Sehnsucht nach dem wofür du eigentlich gemacht bist.
00:08:23: Jesus kannte diesen Hunger.
00:08:26: Seine Antwort war keine Philosophie, sondern eine Einladung.
00:08:32: In Johannes sechs, weshalb und dreißig sagt er Ich bin das Brot des Lebens.
00:08:37: Wer zu mir kommt Den wird nicht hungern Und wer an mich glaubt Den wird nimmer mehr dürsten.
00:08:47: Keine Beweise Nur eine offene Tür Zu dem was uns stillen kann.
00:08:53: Als ich diesen Gedanken zum ersten Mal wirklich erfasst habe, kam eine merkwürdige Sorge auf.
00:09:01: Wenn alles ewig ist und jeder Tag Gewicht hat, muss dann nicht jeder Moment auf dieser Erde ernst und schwer sein.
00:09:12: Muss ich die Leichtigkeit aufgeben?
00:09:15: Das Lachen und den Nachtisch darf ich keinen Spaß mehr haben.
00:09:21: Ich entdeckte, dass ich natürlich nicht der erste war, der sich diese Gedanken machte.
00:09:27: Ein gewisser König Salomo hat diese Frage vor tausenden Jahren schon bis ins kleinste durchdacht.
00:09:35: Stell dir den reichsten Menschen der Welt vor, der sie alles leisten kann und trotzdem nachts wach liegt!
00:09:48: Schatztruhen voller Gold, Wissen ohne Ende, Wein, Weib und Gesang.
00:09:54: Er konnte sich jeden Wunsch erfüllen bevor er ihn zu Ende gedacht hatte.
00:09:59: Und am Ende nach allen Experimenten, Nach all den vollen Tellern und leeren Nächten kam er zu einer Antwort die so einfach ist dass man sie fast überhört.
00:10:15: Fürchte Gott und Genieße das Leben.
00:10:20: Beides!
00:10:22: Gott ernst nehmen und das Leben mit beiden Händen greifen, und hinein beißen.
00:10:29: Wie passt das zusammen?
00:10:31: Ich glaube gerade weil es Ewigkeit gibt darf das irdische leicht sein.
00:10:40: Wenn dieses Leben alles ist muss jeder Moment perfekt sein.
00:10:43: Jeder Genuss muss liefern jede Erfahrung muss zählen.
00:10:48: Das ist eine erdrückende Last.
00:10:51: Aber wenn dieses Leben das erste Kapitel ist, nicht das ganze Buch dann muss ein gutes Essen nicht die Leere füllen.
00:10:59: es darf einfach ein gutes essen sein.
00:11:02: Der Kaffee muss nicht trösten Er darf einfach schmecken.
00:11:08: Ewigkeit macht den Genuss nicht schwerer Sie macht ihn freier.
00:11:16: Genüsse sind keine Ablenkung vom Sinn des Lebens.
00:11:20: Sie sind Oasen, die Gott selbst geschaffen hat.
00:11:24: Der Apostel Paulus schreibt, Alles was Gott geschaffen ist gut und nichts verwerflich, was mit Dankssagung empfangen wird.
00:11:35: Erste Timotius IV verse Vier Gott hat die Orange nicht gemacht damit wir sie anstarren oder sie nur in den Händen halten.
00:11:46: er hat sie gemacht damit wir hinein beißen und der Saft darf uns dabei übers Kinn laufen.
00:11:56: In dieser Serie gehen wir die drei Fragen gemeinsam durch, eine nach der anderen.
00:12:03: Ich war da wo du vielleicht gerade bist mit der Schale in der Hand die sich nach mehr anfühlt und diese unendlich viel verbirgt.
00:12:13: Woher komme ich?
00:12:16: Die Antwort ist eine Liebesgeschichte.
00:12:19: Warum bin ich hier?
00:12:22: weil Gott etwas in dir tut und etwas durch dich.
00:12:28: Wohin gehe ich?
00:12:30: Zu einem Ziel, das den Tod überdauert – und dass schon hier und jetzt begonnen hat!
00:12:38: Aber zuerst müssen wir die Orange öffnen.
00:12:42: Wer sie nur betrachtet bleibt bei der Philosophie.
00:12:45: Wer sie öffnet, betritt eine Liebesgeschichte.
00:12:50: Davon handelt der nächste Teil.